Hafenstandort Brake

Die Lage Brakes am tiefen Fahrwasser der Unterweser war ausschlaggebend für die historische Entwicklung der Stadt und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Hafens.

Der Hafen dient als Umschlagstelle für die traditionellen Massenschüttgüter Getreide, Futter- und Düngemittel, Schwefel sowie die Massenstückgüter Holz, Papier, Eisen und Stahl. Zusätzlich gewinnt der Umschlag von Projektladung, Stück- und Schwergut sowie Containern ständig an Bedeutung und bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Heute kann der Braker Hafen von Schiffen mit 11,9 m Tiefgang und einer Tragfähigkeit von bis zu 45.000 tdw angelaufen werden. Im Tide-unabhängigen „Binnenhafen“ (Dockhafen) werden LASH-Barges, Kümos und Binnenschiffe für den europäischen Verkehr abgefertigt. Per Binnenschiff werden regelmäßig umfangreiche Transporte über die Weser oder über die Hunte und den Küstenkanal von und nach Brake durchgeführt.

Im Jahr 2003 wurden rund 5,27 Mio. Tonnen Güter im Seeverkehr umgeschlagen. Zusammen mit dem Binnenschiffverkehr belief sich der Umschlag auf 6,28 Mio. t. Im Jahr 2009 wurden wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Seeverkehr lediglich 4.676.593 t umgeschlagen, das sind 19 % weniger als im Vorjahr. Im Binnenverkehr fiel der Umschlag sogar um 42 %.[12] Im Jahr 2010 war eine Erholung zu spüren: das Umschlagvolumen stieg um 11 % auf 5,19 Mio. t.[13] Das Ergebnis im Jahr 2011 lag mit 5,34 Mio. t für den Seeverkehr um 3,1 % über dem des Vorjahres.[14] 2012 wurden im Seeverkehr mit rund 6,1 Mio. t 15 % mehr Güter umgeschlagen.[15] Die Menge des Seegüterumschlags fiel im Jahr 2013 mit 5,7 Mio. t um 8 % geringer aus als im Vorjahr[16], im Jahr 2014 stieg er wieder um elf Prozent auf 6,27 Mio. t[17], davon 3,4 Mio. t im Agrarbereich (hauptsächlich Import von Getreide und Futtermitteln).[18] 2015 wurden im Seeverkehr mit 6,72 Mio. t 7,2 % mehr Güter umgeschlagen als im Vorjahr, im Binnenverkehr stieg der Umschlag von 1,14 Mio. t auf 1,33 Mio. t.[19]

Im Jahr 2004 wurde der bis dahin frei zugängliche Seehafen im Zuge der Umsetzung der ISPS-Vereinbarungen vollständig eingezäunt. Die Nordstraße wurde dem öffentlichen Verkehr entzogen und, ebenso wie das Gelände der ehemaligen Marineschule, dem Hafengebiet zugeschlagen. Zugang zum Hafengelände besitzen seitdem nur noch autorisierte Personen.

Ab 2007 wurde der Hafen im Norden erweitert. Bis zum Frühjahr 2012 entstanden so zwei Liegeplätze für größere Seeschiffe (Panmax-Klasse) am neuen 450 Meter langen „Niedersachsenkai“ und eine Erweiterung durch Gleisanlagen, Lagerhallen und weiterem. Hier wird verstärkt die Infrastruktur für den zunehmenden Offshore-Versorgungsverkehr der Nordsee angeboten.

Bedeutende Industriebetriebe und Arbeitgeber sind ein Zweigwerk der REHAU Gruppe, der Hafenbetrieb J. Müller, das mittelständische Handwerksunternehmen Barghorn, die Spedition L.I.T. sowie die Fettraffinerie Wilmar Edible Oils. Im Binnenhafen liegt das Mineralmahlwerk SIBELCO (vormals: North Cape Minerals sowie Mandt & Co). Eine Anfang 2007 am Bau interessierte Bioraffinerie zog ihre Pläne wieder zurück.

Brake ist ein Mittelzentrum und als Kreisstadt des Landkreises Wesermarsch Sitz zahlreicher Behörden.

Für rund 50.000 Einwohner im Einzugsbereich (von insgesamt über 90.000 Einwohnern im Landkreis Wesermarsch) erfüllt Brake diverse Versorgungsfunktionen in den Bereichen Handel, Gesundheitswesen, Soziales und Kultur.

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